Praxis Dr. med. Uwe Nabielek Frauenheilkunde und Geburtshilfe
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Schwangerschaft & Wochenbett: Ratgeber und Tipps - Medikamentöser Abbruch

Da wir immer wieder deshalb kontaktiert werden, bitte beachten Sie: In der Praxis von Dr. med. Uwe Nabielek selbst werden weder medikamentöse noch operative Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen! Im folgenden Text wird nur der übliche Ablauf beschrieben.

 

Manchmal stellt eine Schwangerschaft für die Betroffenen ein schwerwiegendes Problem dar. Ein Schwangerschaftsabbruch, umgangssprachlich auch Abtreibung genannt, auf Verlangen der schwangeren Frau nach der sogenannten Beratungsregelung ist dann unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

 

  • Eine Bestimmung von Blutgruppe und Rhesusfaktor wurde veranlasst.

  • Eine Untersuchung auf genitale Chlamdia trachomatis-Infektionen liegt vor.

  • Sie müssen sich der gesetzlich vorgeschriebenen Beratung unterzogen haben.

  • Die Beratung muss durch Bescheinigung einer anerkannten Beratungsstelle bestätigt sein.

  • Der Eingriff darf frühestens am 4. Tag nach dem Tag vorgenommen werden, an dem die Beratung abgeschlossen wurde.

  • Er muss von einer Ärztin oder einem Arzt bis zum Ende der 12. Woche nach der Empfängnis durchgeführt werden.

 

Ein Abbruch kann prinzipiell operativ oder medikamentös vorgenommen werden. Im folgenden soll näher auf den medikamentösen Abbruch eingegangen werden.

 

Die Zulassung zum Schwangerschaftsabbruch mit Medikamenten wurde in Deutschland ab Mitte des Jahres 2008 bis zum 63. Tag nach Beginn der letzten Periodenblutung erweitert.

 

Eingeleitet wird die Beendigung der Schwangerschaft mit dem Medikament Mifegyne®. Mifegyne® (Wirkstoffname: Mifepriston) ist ein künstliches Hormon, das in seiner Struktur dem natürlichen Hormon Progesteron ähnelt. Progesteron ist entscheidend an der Entwicklung und Erhaltung der Schwangerschaft beteiligt. Mifegyne® blockiert die Wirkung von Progesteron. Es kommt zu einer Blutung und zum Schwangerschaftsabbruch. Zusätzlich bewirkt Mifegyne® eine Erweichung und Öffnung des Gebärmutterhalses. Es wird unter ärztlicher Aufsicht eingenommen.

36 bis 48 Stunden nach der Einnahme von Mifegyne® muss zusätzlich ein Prostaglandinpräparat angewandt werden. Prostaglandine fördern die Ausstoßung des Schwangerschaftsgewebes, senken die Blutungsdauer und erhöhen die Wirksamkeit von Mifegyne®. Bis zum 49. Tag der Amenorrhoe wird das Medikament geschluckt, vom 50. bis 63. Tag der Amenorrhoe in die Scheide eingeführt. Danach bleiben Sie etwa drei Stunden unter ärztlicher Beobachtung. Bei den meisten Frauen kommt es während dieser Zeit zum Abbruch, bei jeder vierten Frau aber erst nach mehr als 24 Stunden. Um die Wirksamkeit der Methode zu erhöhen, kann drei Stunden nach der ersten Prostaglandingabe eine zweite erfolgen, wenn bis dahin keine Blutung eingesetzt hat.

 

Eine Nachkontrolle zwischen dem 7. bis 21. Tag nach Anwendung von Mifegyne® dient zur Feststellung, ob die Gebärmutterhöhle leer ist bzw. der HCG im Serum unter 20 % eines Ausgangswertes vor dem medikamentös eingeleiteten Abbruch liegt, zur Kontrolle von etwaig noch bestehenden Bltungen sowie zum Ausschluss von Infektionen.

 

Einige Leistungen, die sich auf den Abbruch der Schwangerschaft unmittelbar erstrecken und zu seiner Durchführung im Regelfall notwendig sind, werden nicht von den Krankenversicherungen übernommen. Nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz haben Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen in besonderen Fällen dennoch Anspruch auf Leistungen, wenn ihnen die Aufbringung der Mittel für den Abbruch einer Schwangerschaft nicht zuzumuten ist. Die Leistungen nach dem Gesetz erstrecken sich auf die Kosten des Schwangerschaftsabbruchs selbst und der medizinisch erforderlichen Nachbehandlung bei komplikationslosem Verlauf.

 

Link:

Richtlinie zur Empfängnisregelung und zum Schwangerschaftsabbruch


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