Praxis Dr. med. Uwe Nabielek Frauenheilkunde und Geburtshilfe
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Schwangerschaft & Wochenbett: Aufklärung Organultraschall

Aufklärung über die weiterführende Ultraschalluntersuchung im zweiten Schwangerschaftsdrittel (Feindiagnostik, Fehlbildungsultraschall)

 

Alle Schwangeren sollten vor einem Organultraschall, auch Feindiagnostik oder Fehlbildungsultraschall genannt, über den Sinn einer solchen Untersuchung aufgeklärt sein und ihre schriftliche Einwilligung erteilen. Damit sie sich schon im Vorfeld einen Eindruck verschaffen können, wird hier der Inhalt des Aufklärungsbogens vorgestellt:
 
Sehr geehrte Schwangere,

 

sie stellen sich in meiner Praxis vor, um eine weiterführende Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft durchführen zu lassen. Vor der Untersuchung ist es wichtig, dass ich Ihnen einige Hintergrundinformationen zum Zweck, den Möglichkeiten bzw. Grenzen und den möglichen Problemen dieser Untersuchung gebe, die Ihnen die nachfolgenden Erläuterungen vermitteln sollen. Diese Informationen dienen als Grundlage für das ärztliche Aufklärungsgespräch vor der Untersuchung.

 

Hintergrund:

 

Die hochauflösende Ultraschalltechnik ist ein bildgebendes Verfahren, welches seit über fünf Jahrzehnten eingesetzt wird, und sich gerade in den letzten 20 Jahren deutlich weiter entwickelt hat. Dieses Verfahren hat nach heutigem Stand der Wissenschaft bei korrekter Anwendung durch erfahrene Mediziner keine negativen Auswirkungen auf die Mutter oder das ungeborene Kind. Dies gilt auch für wiederholte Anwendungen 

 

Bei der Durchführung dieses Verfahrens werden über die mütterliche Bauchdecke, sehr selten durch die Scheide, unter Verwendung von Kontaktgel mit einem Schallkopf Ultraschallwellen in die Gebärmutter gesendet, mit deren zurückempfangenen Echo die Darstellung mütterlicher und kindlicher Gewebe ermöglicht wird.

 

Gründe zur Durchführung einer weiterführenden Untersuchung ergeben sich aus der Vorgeschichte (besondere Erkrankungen oder Fehlbildungen in der Familie oder vorherigen Schwangerschaften, Medikamenteneinnahme, Zustand nach Sterilitätstherapie, Alter. etc.) oder aus auffälligen Befunden im Schwangerschaftsverlauf (Auffälligkeiten oder Unklarheiten im Basisultraschall, Infektionen, drohende Frühgeburt). Zusätzlich kann der Wunsch nach mehr Information über die Entwicklung des Ungeborenen ein Grund für diese Untersuchung sein.

 

Ziel der Ultraschalluntersuchung:

 

Ziel dieser Untersuchung ist es, Informationen über die Schwangerschaft und den Zustand des ungeborenen Kindes zu erhalten. Es werden die einsehbaren Organe (Gehirn, Herz, Nieren, Wirbelsäule, Extremitäten, …) hinsichtlich ihrer korrekten Ausbildung und zeitgerechten Entwicklung untersucht. So können häufig Gefährdungen des ungeborenen Kindes frühzeitig erkannt werden und es kann eventuell hilfreich eingegriffen werden, beispielsweise durch eine Behandlung des Feten noch innerhalb der Gebärmutter, die Vorbereitung einer Behandlung nach der Geburt oder durch das Vorbereiten von Entscheidungen zu Geburtsart, Geburtsort und Geburtszeitpunkt.

 

Einschränkungen der Aussagekraft der Ultraschalluntersuchung:

 

Die Aussagekraft der Untersuchung hängt von verschiedenen Faktoren ab. So liegt der beste Zeitpunkt zur Untersuchung zwischen der 20. und 22. Schwangerschaftswoche. Untersuchungen, die früher oder später durchgeführt werden, können u.U. nur unvollständige Informationen ergeben. Auch spielen die Untersuchungsbedingungen eine nicht unwichtige Rolle. So ist beispielsweise bei etwas dickeren Bauchdecken oder ungünstiger Lage des Kindes die Untersuchung nur eingeschränkt beurteilbar. Die Aussagefähigkeit hängt auch von dem Entwicklungsstand der Organe (z. B. Gehirn) ab. In der Hand eines erfahrenen und spezialisierten Untersuchers können ca. 90% aller mit Ultraschall erkennbarer Fehlbildungen erkannt werden.

 

Aber auch bei guter Gerätequalität, höchster Sorgfalt und Erfahrung des Untersuchers können in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Untersuchung und dabei herrschenden Untersuchungsbedingen (siehe oben) nicht immer alle Fehlbildungen und Veränderungen erkannt werden.

 

Grundsätzlich können Chromosomenstörungen (z. B. Trisomie 21 = Down-Syndrom), Stoffwechselerkrankungen oder Syndrome dann nicht erkannt werden, wenn sie keine körperlichen Veränderungen oder Fehlbildungen bewirken, die im Ultraschall darstellbar sind. Mit einem Bluttest der Mutter auf Trisomien (Nicht-invasive pränatale Diagnostik) kann eine Risikoabschätzung erfolgen und nur mit einer eingreifenden Untersuchung wie der Fruchtwasseruntersuchung lassen sich Chromosomenstörungen sicher ausschließen.

 

So kann eine weiterführende Ultraschalluntersuchung Ihnen natürlich keine Garantie für ein vollständig gesundes Kind geben.

 

Folgende Punkte sollten Sie bitte berücksichtigen:

 

Die meisten Untersuchungen ergeben keine Auffälligkeiten, was zum Abbau von Ängsten und zu einem ungestörten Schwangerschaftsverlauf beitragen kann.

 

Zeigen sich jedoch bei der Untersuchung Auffälligkeiten, führt das nicht selten zu einer teilweise erheblichen Verunsicherung und Konfliktsituation. Ich werde Sie aber bestmöglich informieren und begleiten, auch unter Hinzuziehung von weiteren Ärzten. Zusätzlich lege ich Ihnen besonders in diesen Situationen eine psychosoziale Beratung nahe und vermittle auf Ihren Wunsch hin den Kontakt.

 

Genetische Beratung:

 

Zusätzlich zu dieser Aufklärung ist gemäß dem Gendiagnostikgesetz (GenDG) die Schwangere vor einer weiterführenden Ultraschalldiagnostik und nach dem Vorliegen des Untersuchungsergebnisses genetisch zu beraten.

 

Eine genetische Beratung vor einer genetischen Untersuchung gemäß GenDG umfaßt:

  • die Klärung Ihrer persönlichen Fragestellung,
  • die Bewertung vorliegender ärztlicher Befunde bzw. Befundberichte,
  • die untersuchungsbezogene Erhebung von Auffälligkeiten in Ihrer persönlichen und familiären gesundheitlichen Vorgeschichte (Anamnese),
  • Informationen über die Notwendigkeit einer genetischen Untersuchung, die sich aus Ihrer Fragestellung oder Ihrer Vorgeschichte ergeben sowie Informationen über die Möglichkeiten, Grenzen und die mit der Materialentnahme verbundenen Risiken der zur Abklärung in Frage kommenden Untersuchungsverfahren,
  • eine Abschätzung der genetischen Risiken einschließlich der Erörterung der Bedeutungen aller Informationen für Ihre Lebens- und Familienplanung und ggf. für Ihre Gesundheit,
  • Möglichkeiten zur Unterstützung bei physischen und psychischen Belastungen durch die Untersuchung und ihr Ergebnis,
  • eine Einschätzung der Notwendigkeit einer ausführlichen genetischen Beratung durch eine(n) Fachärztin/arzt für Humangenetik.

Diese Beratung wird von mir schon frühzeitig in der Schwangerschaft oder direkt in Zusammenhang mit dem Aufklärungsgespräch und der Ergebnismitteilung durchgeführt. Falls Sie sich schon ausreichend informiert und beraten fühlen, können sie auf eine zusätzliche genetische Beratung auch schriftlich verzichten.

 

Bitte kreuzen Sie hier an, ob Sie eine zusätzliche Beratung wünschen oder auf sie verzichten wollen, bzw. schon früher genetisch beraten wurden.

 

Einwilligung von Frau_____________________________________ in eine weiterführende Ultraschalluntersuchung im zweiten Schwangerschaftsdrittel:

 

Ich wurde bereits in Vorbereitung auf die weiterführende Ultraschalluntersuchung genetisch beraten:
Ja:        □            Nein:            □

 

Ich wünsche vor der Untersuchung eine zusätzliche genetische Beratung:
Ja:        □            Nein:            □

 

Ich wünsche nach dem Vorliegen des Untersuchungsbefundes eine genetische Beratung
Ja:        □            Nur bei einem auffälligen Befund: □            Nein:            □

 

Mitteilung der Untersuchungsergebnisse:

 

Das Untersuchungsergebnis der Ultraschalluntersuchung teile ich Ihnen nach der Untersuchung mit.

 

Die Mitteilung an andere Personen (z. B. Angehörige, mitbehandelnde Ärzte) ist nur mit Ihrer ausdrücklichen und schriftlichen Einwilligung möglich.

 

Sie haben das Recht, das Ergebnis der Untersuchung oder Teile davon nicht zur Kenntnis zu nehmen und vernichten zu lassen.

 

Ich stimme der Übermittlung des Ergebnisses der Ultraschalluntersuchung an mitbehandelnde Ärzte zu:
Ja:         □           Nein:            □

 

Ich stimme der Übermittlung des Ergebnisses der Ultraschalluntersuchung an Angehörige zu:
Ja:         □           Nein:            □

 

Persönliche Fragen oder ärztliche Anmerkungen:

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______________________________________________________________________________

 

Ich wurde in dem Aufklärungsgespräch mit Herrn Dr. Uwe Nabielek ausführlich über die geplante Untersuchung informiert.

 

Alle nach meiner Ansicht wichtigen Fragen über die Art und Bedeutung der Untersuchung wurden besprochen und mir verständlich beantwortet. Ich fühle mich gut informiert, und habe keine weiteren Fragen mehr und willige in die Untersuchung ein. Ich benötige keine weitere Bedenkzeit.

 

Sie können all Ihre Einwilligungen jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

 

Herzogenrath,_____________________________________________
Datum und Unterschrift der Schwangeren

 

Herzogenrath,_____________________________________________
Datum und Unterschrift von Dr. Nabielek


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