Praxis Dr. med. Uwe Nabielek Frauenheilkunde und Geburtshilfe
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Frauenheilkunde: Kinderwunsch - Ovulationstest

Nur etwa fünf Tage im Monat hat eine Frau die Chance, schwanger werden, und zwar in der Zeit um den Eisprung. So nennt man die Phase im Zyklus, wenn die reife Eizelle sich auf den Weg aus dem Eierstock in Richtung Gebärmutter macht. Zwar braucht man nicht unbedingt einen Ovulationstest, um die fruchtbaren Tage zu erkennen. Aber keine andere Methode erreicht die Genauigkeit eines Ovulationstests. Er wird auch LH-Test genannt, denn er misst die Konzentration des luteinisierenden Hormons, kurz LH genannt, im Urin. Das LH wird in der Hirnanhangdrüse gebildet und löst den Eisprung aus.

 

Etwa 24 Stunden, nachdem die Ausschüttung von LH sein Maximum erreicht hat, kommt es zum Eisprung. LH wird mit dem Urin wieder ausgeschieden. Ein Ovulationstest prüft den Gehalt an LH im Urin. Ein deutlicher Anstieg zeigt: Der Eisprung steht kurz bevor. Die Chance, schwanger zu werden, ist an dem Tag, an dem der LH-Anstieg ermittelt wurde, sowie am darauf folgenden Tag am größten, wenn zu dieser Zeit Geschlechtsverkehr stattfindet.

 

Wer einen regelmäßigen Zyklus hat, sollte mit dem Testen 16 Tage vor dem voraussichtlichen Tag der nächsten Menstruation beginnen.

 

Die Anwendung ist einfach. Ein Teststäbchen wird in den Urinstrahl gehalten oder in einen Becher mit Urin getaucht und das Ergebnis nach einer bestimmten Zeit (zwischen drei und zehn Minuten) abgelesen. Zu beachten ist, dass auch außerhalb der fruchtbaren Tage ist immer etwas LH im Urin ist!

Zyklus Normwerte in U/l
Follikelphase ca. 2-13
Ovulation ca. 9-76
Lutealphase ca. 1-17
Menopause ca. 16-54

Ein Test kann zu jeder Tageszeit durchgeführt werden. Er sollte jedoch jeden Tag zur gleichen Zeit erfolgen. Es ist wichtig vor dem Testen 4 Stunden lang nicht zu urinieren und eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme zu vermeiden.

 

Wie beim Schwangerschaftstest zeigt ein Kontrollfeld an, ob man den LH-Test richtig durchgeführt hat. Erscheinen zwei Linien und ist die untere Linie gleich stark oder stärker als die Kontrolllinie, dann ist ein LH-Maximum erreicht, die Ovulation, der Eisprung, steht 24 bis 36 Stunden bevor. Ist die Linie zwar vorhanden, aber dünn, gilt das nicht als positives Ergebnis. Auch wichtig: In der Gebrauchsanweisung steht, nach wie viel Minuten man das Ergebnis ablesen soll. Ein Ergebnis, das erst Stunden später erscheint, gilt nicht. Da es viele Ovulationstests gibt, die sich in der Handhabung oft etwas unterscheiden, ist es in jedem Fall wichtig, vorher in Ruhe die Gebrauchsanleitung zu lesen.

 

Alle Ovulationstests bestimmen zwar den LH-Anstieg mithilfe von Teststäbchen oder Teststreifen, die mit Urin benetzt werden. Die Tests unterscheiden sich aber in Anwendung und Ausstattung. Manche Tests zeigen schon bei einer Hormon-Konzentration von 10 U/l ein positives Ergebnis an, andere erst bei 50 U/l. Beides ist an sich kein Qualitätsmerkmal. Bei den besonders sensiblen Tests besteht die Gefahr, dass sie ein falsch positives Ergebnis zeigen, bei den eher unempfindlichen, dass sie den Zeitpunkt des LH-Anstiegs zu spät zeigen. Da die Konzentration auch von Frau zu Frau unterschiedlich ist, ist es sinnvoll, erst einen Zyklus lang mit Teststreifen von mittlerer Sensibilität um die 20 U/l (z. B. proMatris Ovulationstest) zu prüfen, ob damit der Zeitpunkt der Ovulation zu bestimmen ist. Sehr preiswerte Streifen sind oft sehr schmal (2,5 mm) und damit schlechter abzulesen. Breite Streifen machen die Handhabung beim Testen einfacher. Ganz preiswert sind die Streifen ohne jedes weitere Zubehör. Sie werden in einen Becher mit Urin gehalten und zeigen nach einem bestimmten Minuten-Zeitraum ein Ergebnis in Form von Streifen. Etwas komfortablere Tests bieten Halter für den Streifen, digitale Tests zeigen das Testergebnis in einem Display, zum Beispiel als Smiley. Bei manchen Ovulationstests wird auch gleich noch ein Schwangerschaftstest mitgeliefert. Schließlich gibt es auch Ovulationstests mit Kalenderfunktion, die die Möglichkeit bieten, parallel den Östrogenspiegel zu messen.

 

Wenn ein Test einen ganzen Zyklus lang negativ ist, kann dies mehrere Gründe haben: Wenn es ein digitaler Test ist, kann es sein, dass die Auswertung nicht funktioniert. Wenn man Teststreifen mit einer niedrigen Sensibilität, z. B. 50 U/l, anwendet, sind sie vielleicht nicht empfindlich genug. Es kann aber auch sein, dass man in diesem Monat keinen Eisprung hatte.


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