Praxis Dr. med. Uwe Nabielek Frauenheilkunde und Geburtshilfe
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Frauenheilkunde: Impfungen

Impfschutz bei Kinderwunsch und Schwangerschaft:

Durch rechtzeitige Impfung von Frauen mit Kinderwunsch sowie Schwangeren sind impfpräventable Erkrankungen der werdenden Mutter zu vermeiden. Zumal in der Schwangerschaft die Immunabwehr durch physiologische Regelvorgänge herabgesetzt und die Empfänglichkeit gegenüber vielen Infektionen sogar erhöht wird. Vor allem Infektionen wie Röteln und Windpocken (Varizellen), die auch den Embryo bzw. Feten schädigen, sind durch Impfungen zu vermeiden. Die ständige Impfkommision am Robert Koch Institut (STIKO) empfiehlt solche Impfungen sogar prinzipiell schon bei Frauen im gebärfähigen Alter. Ganz wichtig werden dabei Impfungen vor Eintritt einer Schwangerschaft mit Lebendimpfstoffen, die während einer Schwangerschaft mit wenigen Ausnahmen kontrainidiziert sind. Der empfohlene Abstand zwischen einer Lebendimpfung (MMR, Varizellen) und dem Eintritt einer Schwangerschaft beträgt einen Monat.

Die meisten im Säuglingsalter erkrankten Kinder werden von den Eltern, Großeltern oder anderen Hauskontaktpersonen angesteckt. Deshalb sollte schon vor Geburt eines Kindes geprüft werden, ob auch alle Haushaltskontaktpersonen und voraussichtliche Betreuer des Neugeborenen ausreichend gen Keuchhusten (Pertussis) geimpft sind, d.h. eine Impfung innerhalb der vergangenen 10 Jahre erhalten haben. Pertussis verläuft im Säuglinggsalter besonders schwer. In vielen anderen Ländern wird alternativ die Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten zwischen der 27. und 36. Schwangerschaftswoche empfohlen, weil dadurch auch das Neugeborene in den ersten Lebenswochen durch mütterliche Leihantikörper profitiert. Ohne diese Impfung gibt es keinen Nestschutz des Neugeborenen für Keuchhusten.

Es gibt keine Beobachtung, dass die Impfung Schwangerer mit Totimpfstoffen Risiken birgt. Möglichst sollte dann aber noch nicht schon im 1. Schwangerschaftsdrittel geimpft werden, damit etwaige Entwicklungsstörungen oder Fehlgeburten nicht fälschlich der Impfung angelastet würden. Von der STIKO explizit empfohlen wird in der Schwangerschaft die Impfung gegen Grippe (Influenza), im Allgemeinen ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel.

Alle Impfungen können und sollen dann problemlos bei entsprechender Indikation im Wochenbett gegeben werden, als einzige Ausnahme gilt die Gelbkörper-Impfung, bei der das Übertragungsrisiko des Impfvirusstammes von stillenden Müttern auf den Säugling mit der Gefahr dessen Erkrankung besteht. Die anderen Impfungen mit Totimpfstoffen sind möglich, auch die MMR-Impfviren werden nicht auf Kontaktpersonen übertragen.

 

Verträglichkeit von Impfstoffen:

Inaktivierte Impfstoffe (Totimpfstoffe) können in Folge der natürlichen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff innerhalb von 48 Stunden Lokalreaktionen (lokaler Schmerz, Rötung und Schwellung an der Impfstelle) auslösen. Bei adjuvantierten Impfstoffen können diese in stärkerem Maße auftreten. Vereinzelt können auch vorübergehende Allgemeinsymptome wie bei einer Erkältung auftreten (Fieber, Frösteln oder Schwitzen, Müdigkeit, Kopf-, Muskel- oder Gliederschmerzen), die in der Regel innerhalb weniger Tage folgenlos abklingen.

 

Bei Lebendimpfstoffen ist die am häufigsten beobachtete Nebenwirkung eine Verstopfung der Nase. Darüber hinaus können ein vorübergehendes allgemeines Unwohlsein, verminderter Appetit oder Kopfschmerzen auftreten. Ein bis vier Wochen nach einer Masern-Mumps-Röteln-Impfung können sich bei ca. jedem 100. Impfling auch leichte Symptome der entsprechenden Krankheiten zeigen.

Nach erfolgter Impfung mit einem Lebendimpfstoff sollte der Kontakt zu stark immungeschwächten Personen in den ersten ein bis zwei Wochen vermieden werden, weil das theoretische Risiko einer Virusübertragung auf diese Personen besteht. Fallberichte, in denen eine solche Übertragung tatsächlich stattfand, sind jedoch bislang nicht in der wissenschaftlichen Literatur zu finden.

 

Meldung möglicher Impfkomplikationen:

In sehr seltenen Fällen trten nach einer Impfung Nebenwirkungen auf, die über das normale Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehen. Diese müssen vom Arzt gemäß Infektionsschutzgesetz dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden. Das Gesundheitsamt muss die Meldung dann sowohl an die Landesbehörde als auch an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) weiterleiten. Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) werden beim PEI in einer Datenbank erfasst und bewertet, inwiefern diese mit der Impfung in Zusammenhang stehen. Somit können mögliche Risikosignale zeitnah erkannt werden.

Seit Oktober 2012 haben auch Betroffene die Möglichkeit, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen über eine gesicherte Internetplatform des PEI und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinproduke (BfArM) zu melden.

 

Kontraindikationen für Impfungen:

In Hühnereiern hergestellte Impfstoffe (beispielsweise viele Grippeimpfstoffe) enthalten geringe Mengen Hühnereiweiß. Patientinnen mit einer schweren Allergie gegen Hühnereiweiß sollten deshalb nicht mit solchen Impfstoffen geimpft werden. Jedoch wird die Impfung von Patientinnen, die ein weichgekochtes Ei problemlos essen können, in der Regel gut vertragen. Zudem dürfen Personen, bei denen eine Allergie gegen einen anderen Bestandteil eines Impfstoffs vorliegt, nicht mit dem entsprechenden Impfstoff geimpft werden.

 

Besonderheit der Grippeimpfung:

Die Grippeimpfung soll gegen die sogenannte Influenza A und B schützen. Die trivalenten Impfstoffe, über die in den meisten Regionen in Deutschland Rabattverträge mit den gesetzlichen Kassen bestehen enthalten 3 Virenstämme, nämlich zwei A- und einen B-Virusstamm.

Die tetravalenten Impfstoffe (Fluenz® Tetra und Influsplit® Tetra) enthalten zusätzlich noch ein weiteren Stamm, der die B-Linie repräsentiert. Sie bieten somit einen breiteren Schutz vor einer Infektion mit Influenzaviren.

 

Häufige Fragen zum Impfen:

Darf man Sport reiben nach einer Impfung?

Nach der Impfung spricht in der Regel nichts gegen eine leichte körperliche Belastung. Übertreiben sollte man allerdings nicht: Extreme Ausdauersportarten oder Trainings mit hoher Gewichtsbelastung sollten unmittelbar nach der Impfung besser vermieden werden. Denn bei starker körperlicher Belastung kann es vorkommen, dass eine Impfreaktion - zum Beispiel Schmerzen an der Einstichstelle - verstärkt wird.

Was ist, wenn der Impfpass verloren gegangen ist?

Wenn der Impfpass nicht auffindbar oder verloren gegangen ist, sollte man versuchen, die Informationen zu bereits erhaltenen Impfungen in den letzten 10 Jahren aus ärztlichen Unterlagen zu ermitteln. Am besten fragt man in der Praxis nach, in der man in den letzten Jahren geimpft wurde. Lassen sich die Impfungen nicht rückwirkend dokumentieren, so gilt man als ungeimpft. Empfohlene Impfungen können nachgeholt und ein neuer Impfpass ausgestellt werden.

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Flyer der KBV zum Thema Impfungen

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Patienteninformation zur Masernimpfung

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Kopiervorlage des Impfflyers in den Fremdsprachen Englisch, Spanisch, Französisch, Russisch und Türkisch

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Übersicht der zusätzlich vereinbarten Satzungsimpfungen einiger Krankenkassen (Stand 10.2017)

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Links:

Impfempfehlungen - Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Robert Koch Institut - Aufklärungsinformationen zu Impfungen in verschiedenen Sprachen

Paul-Ehrlich-Institut - Lieferengpässe von Human-Impfstoffen


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