Praxis Dr. med. Uwe Nabielek Frauenheilkunde und Geburtshilfe
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Frauenheilkunde: Gutartige Erkrankungen - Menstruationsstörung

Der Menstruationszyklus ist ein ungefähr einen Monat dauernder Vorgang im Körper der Frau, der vor der ersten Regelblutung (Menarche) mit der Vorbereitung des ersten Eisprunges das erste Mal beginnt und mit der letzten Regelblutung (Menopause) das letzte Mal endet. Die Monatsblutung (Regelblutung) ist das am deutlichsten feststellbare Zeichen des weiblichen Zyklus. Abweichungen von der normalen regelhaften Blutung werden als Störungen bezeichnet. 

 

Charakteristika von Menstruationsstörungen:

  • Oligomenorrhoe: Abstand zwischen zwei Blutungen länger als 34 Tage
  • Amenorrhoe: Ausbleiben der Regelblutung über mehr als 3 Monate
  • Polymenorrhoe: Abstand zwischen zwei Blutungen kürzer als 24 Tage
  • Menorrhagie: Blutungsdauer über mehr als 7 bis maximal 10 Tage
  • Hypermenorrhoe: zu starke Blutung, Blutverlust mehr als 150 ml pro Tag, Tamponbedarf >5/Tag
  • Hypomenorrhoe: zu schwache Blutung, Blutverlust weniger als 25 ml pro Tag, Tamponbedarf <2/Tag
  • Zusatzblutung: alle Blutungen neben der normalen Menstruation
  • Durchbruchblutung: Blutung außerhalb der Menstruation in Menstruationsstärke
  • Metrorrhagie: azyklische Dauerblutung, völlig unregelmäßige mehr als 10 Tage dauernde Blutungen ohne erkennbaren Rhythmus
  • Dysmenorrhoe: schmerzhafte Regelblutung
  • Brachymenorrhoe: zu kurze Regelblutung
  • Kryptomenorrhoe: eine infolge Gynatresie nicht nach außen gelangende Regelblutung
  • silent menstruation: Ausbleiben einer Hormonentzugsblutung in der Pillenpause
  • vikariirende Blutung: normale Blutung mit auftretenden, nicht genitalen Blutungen

 

Eine Untersuchung zur Klärung der Ursachen von Menstruationsstörungen in der Pubertät ist angezeigt, wenn:

  • die erste Regel 3 Jahre nach der Entwicklung der Brustwarze noch ausbleibt
  • eine 13-Jährige ohne Pubertätszeichen nicht menstruiert
  • eine 14-Jährige mit Zeichen einer männlichen Behaarung keine Periode hat
  • eine 15-Jährige noch keine Periode hatte
  • bei einer 14-Jährigen ohne erste Regel Lebenslauf oder Untersuchungsbefund auf übertriebenen Sport oder eine Essstörung hindeuten
  • die Menstruation bei einer 14-Jährigen noch nicht eingesetzt hat und die Möglichkeit einer genitalen Auffälligkeit besteht
  • die Menstruation zunächst regelmäßig allmonatlich eintrat, dann aber deutlich unregelmäßiger geworden ist
  • die Menstruation häufiger als alle 21 Tage oder seltener als alle 45 Tage auftritt
  • die Menstruation erst nach einem 90-tägigen Intervall eintritt, auch wenn es nur einen Zyklus betrifft
  • die Menstruation länger als 7 Tage dauert
  • die Menstruation häufigen Wechsel von Binden oder Tampons erfordert (mehr als einmal alle 1-2 Stunden)
Therapie von prämenstruellen Zusatzblutungen:
Ursache der prämenstruellen Zusatzblutung Therapie

Corpus-luteum-Insuffizienz

 

 

 

 

Gestagene vom 16.-27. Zyklustag

  • 2 mg Chlormadinonacetat
  • 5 mg Medroxyprogesteronacetat
  • 2 mg Dienogest
  • 200-300 mg Progesteron
seltener Östrogenmangel in der 2. Zyklushälfte

Östrogene vom 22.-26. Zyklustag

  • 2 mg Estradiolvalerat
Erfolgsraten der verschiedenen Therapiemethoden bei Hypermenorrhoen:
Erfolgsrate (%) Therapiemöglichkeit
40

Tranexamsäure

 

50

Gestagene (zyklisch oder kontinuierlich)

 

60 Östrogen-Gestagen-Kombination im Langzyklus (84/7)
70

LNG-IUS 52 mg

 

72

Qlaira

 

80

Endometriumablation

 

95 Laparoskopische suprazervikale Hysterektomie
100

Totale Hysterektomie

 

Medikamentöse Therapie von Dauerblutungen:

Blutungsdauer <3 Wochen,

Endometrium >5 mm

Blutungsdauer >3 Wochen,

Endometrium <5 mm

Gestagene über 12-14 Tage

 

7-10 Tage Estradiol, dann Estradiol und Progesteron


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